Protestmarsch der Künstlerinnen und Künstler am 17. Oktober 2012

Copyright: Peter P. Skrepek / MusikergildeKunst- und Kulturverbände in Österreich haben sich zusammengeschlossen und rufen zu einem Protestmarsch der Künstlerinnen und Künstler “Festplattenabgabe jetzt!” auf, um die längst fällige Festplattenabgabe einzufordern. Sie ist in anderen Ländern längst üblich. Die Ministerinnen Karl und Schmied sind für die Festplattenabgabe. Aber Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer blockieren die Festplattenabgabe. Der Elektrohandel hebt diese sogar schon ein, gibt sie aber nicht an die Kunstschaffenden weiter.

Die Initiative “Kunst hat Recht.” unterstützt diese Aktion und lädt Künstlerinnen und Künstler  ein, am Protestmarsch teilzunehmen.

Protestmarsch der Künstlerinnen und Künstler
Festplattenabgabe jetzt!

Wann: Mittwoch, 17. Oktober 2012
Treffpunkt: 12 Uhr beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz, 1040 Wien

Details zum Protestmarsch: PDF

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22 Rückmeldungen an “Protestmarsch der Künstlerinnen und Künstler am 17. Oktober 2012”

  1. Xaõ Seffcheque 3. Oktober 2012 in 14:20 #

    Wenn die Kunst Recht hat, müssen auch die KünstlerInnen Recht haben – das geistige Eigentum muss mit allen zu Gebote stehenden Möglichkeiten geschützt werden!
    Die Festplattenabgabe ist dabei Mindestkonsens und kann nur der Anfang sein!
    Xaõ Seffcheque

    • udo 4. Oktober 2012 in 06:45 #

      Wenn Kunst immer Recht hätte (hat sie natürlich nicht!), wären Künstler Rechthaber. Und wer will schon ein Rechthaber sein? Fand sich denn kein Wort-Künstler bereit, dieser lobenswerten, wenn auch um ca. 10 Jahre verspäteten Initiative, einen etwas weniger rechthaberischen Namen zu geben?

  2. Erich Kdolsky 4. Oktober 2012 in 01:58 #

    Diese Anfrage habe ich auch an IFPI Austria gesendet

    Ich hab bei einem Kinderwettbewerb eines Modellflugvereines ein Video gedreht. Die Szenen habe ich mit drei geschützten Musiktiteln hinterlegt. Solange ich das nur für mich mache wird das okay sein. Ich will aber die Eltern teilhaben lassen.
    Meine Frage:
    Wenn ich die 3 Titeln je 30x online kaufe und auf 30 Video – DVD´s brenne, sollte doch der Urheber dadurch keinen Schaden erleiden. Oder?
    Wär nett, wenn dadurch eine kleine Lösung zustande käme …
    mfG., Erich Kdolsky

  3. michael hazod 4. Oktober 2012 in 08:56 #

    Ich unterstütze die Aktion und finde es gut, dass Ihr euch für uns einsetzt.

  4. Karel Sternlieb 4. Oktober 2012 in 10:41 #

    Ich kann diese Aktion nicht unterstützen da Sie, meiner Meinung nach, genau am falschen Ende ansetzt. Hier sollen wieder mal die Kunstkonsomierenden das Auslöffeln was Plattenfirmen und Verlage verbrochen haben.
    Anstatt genau jene ständig zu schröpfen die Kunst konsumieren, sollte man einen Protest gegen die Heuchlerischen Machenschaften von Plattenfirmen und Verlagen die mit den Werken der Künstler Geld scheffelen machen.
    Warum sollte jemand der ein Lied downloadet und dafür 1,- Euro zahlt ( von dem der Künstler grad mal einige Cent bekommt) auch noch Festplattenabgabe zahlen?
    Das gleiche gilt für Ebooks. Aber auch im Verlagswesen läuft vieles verkehrt und es bekommt sowieso nur mehr wenige die möglichkeit ein Buch in einem Verlag unterzubringen.
    Dagegen gehört vorgegangen, anstatt die die unsere Kultur Konumieren als die Bösen hinzustellen.

  5. Andreas Manessinger 12. Oktober 2012 in 15:30 #

    Ich mache Fotos. Viele davon. Ich veröffentliche meine Fotos im Internet, auf Flickr und auf meinem Blog. Zur Sicherung meiner Daten (RAW, JPEG, Photoshop) habe ich mir gerade ein NAS (Network Attached Storage) eingerichtet, 4*2TB in RAID5-Konfiguration. Das sind 130 € pro Platte.

    Ich schlage folgendes vor: Ich geb Euch gern was zu den Produktionskosten Eurer Musik, dafür spendiert Ihr mir was zu meinen Objektiven.

    OK? Nicht?

    Ach? Das Geld soll nur von mir zu Euch fließen? Sorry, aber so geht’s nicht. Gar nicht.

    Wie bitte? Weil ich für meine ca. 38000 Songs auf der Platte (einer anderen) was zahlen soll?

    Kein Problem. Hab ich schon. Ich hab ca 3000 selbst gekaufte CDs zu Hause, zu einem großen Teil selbst geripped, und seit zwei Jahren kaufe ich ohnehin nur mehr Downloads via Amazon.

    Versteht Ihr? Das IST bereits bezahlt. Einige Sachen auch doppelt, weil ich von den ehemals 300 Vinyl-LPs manches nochmal gekauft habe.

    Ich weiss ja nicht, was für ein Recht Ihr zu haben glaubt, aber ein Recht in meine Brieftasche zu greifen ist es jedenfalls nicht. Ein Recht auf Einkommen ohne Gegenleistung ist es auch nicht. Wir können das aber gerne diskutieren, meine EMail-Adresse habt Ihr ja jetzt.

    Mit ganz, ganz lieben Grüßen

    Andreas Manessinger

    • Sura Hausner 12. Oktober 2012 in 16:05 #

      ^ this.

      Danke!

    • ManiacTwister 12. Oktober 2012 in 21:29 #

      +1

      Besser kann man es nicht ausdrücken! Es macht mich fassungslos, was sich hier wieder herausgenommen wird. Wann seid ihr denn zufieden? Vermutlich erst dann, wenn wir unser Einkommen ohne Umwege direkt an die “armen” Künstler umleiten, oder?

  6. Peter Paul Skrepek 13. Oktober 2012 in 12:04 #

    @Andreas Manessinger
    Urheber und Interpreten “glauben nicht”, ein Recht zu haben, sie haben es!

    Wenn Sie urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützte Werke kopieren, sind Sie vom Gesetzgeber angehalten, eine Vergütung an die Rechteinhaber zu bezahlen: die Leerkassettenvergütung. Dadurch wird Ihre Kopie eine legale Privatkopie – und wir alle ersparen uns die gerichtliche Verfolgung von angeblichen “Raubkopierern” und Millionenstrafen für Kinder, wie sie z.B. in den USA üblich sind.

    Ob Sie nun Aufnahmen kopieren, an denen ich persönlich als Komponist, Musiker oder Produzent beteiligt bin, oder nicht, spielt keine Rolle. Es handelt sich um eine Pauschalabgabe, die an alle bezugsberechtigten Musikschaffenden [und anderer Kunstsparten] verteilt wird. Es steht Ihnen aber frei, das zu kritisieren. Sie müssen zwar nicht davon leben, aber immerhin eine kleine Abgabe entrichten.

    Sobald Sie als künstlerischer Fotograf von dieser Vergütung profitieren, werden Sie das Konzept des Geistigen Eigentums wahrscheinlich leichter nachvollziehen können. Wenn Sie sich ein wenig in die gesetzlichen Grundlagen einlesen, erleichtert das die Diskussion [siehe UrhG § 42b].

    http://www.jusline.at/Urheberrechtsgesetz_(UrhG).html

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Paul Skrepek

    • Stefan Leitner 16. Oktober 2012 in 14:37 #

      Dieses “Recht” ist mehr Wegelagerei. Wenn der Titel, etc. schon gekauft wurde darf den wohl auch für mich privat kopieren da ich mehrere Abspielgeräte habe.

      Auch wäre ich an Zahlen interessiert wie groß der Anteil an dieser Abgabe ist der effektiv bei den Künstlern ankommt. Irgendwie hab ich das Gefühl das da zuerst mal ein beträchtlicher Verwaltungsapparat künstlich am Leben gehalten wird und der Rest wird an die großen Plattenfirmen geht.
      Der “arme unbekannte Künstler” der ja so gern als Beispiel dient wird wahrscheinlich nichts bekommen.

      • Peter Paul Skrepek 5. November 2012 in 13:10 #

        Sehr geehrter Herr Leitner,
        Sie dürfen in Österreich grundsätzlich privat kopieren. Den Kunstschaffenden steht dafür ebenso grundsätzlich eine Vergütung zu. Wie Sie das mit Wegelagerei verwechseln können, ist mir schleierhaft.

        Ein freies Internet gewährleistet eine Vielfalt an Information. Damit Sie nicht so lange suchen müssen, hier ein Link zur Antwort auf Ihre Frage, wie viel bei den Künstlerinnen und Künstlern tatsächlich ankommt.

        http://www.musikergilde.at/index.php?cccpage=coda_aktuell_artikel_detail&set_z_m_coda_aktuell=338

    • Markus Pavlicek 26. November 2012 in 20:41 #

      Lieber Peter Pauk Skrepek,

      ich bin nun 27 Jahre alt, seit ich 14 bin kaufte ich nur CD´s beim LIBRO da habe ich bereits die Abgaben an den Künstlern bezahlt obwohl vlt. nur 2-3 Titel auf einer CD was getaugt haben, seit ich 20 bin kaufe ich nur Lieder was mir gefallen über AMAZON sprich ich lade die Lieder runter und zahle dafür!!

      Filme wie DVD und Blueray kaufe ich mir übern Libro bzw. AMAZON und werden nicht auf meine Festplatte gespeichert, da es umnötig wäre und in meinen Augen keinen Sinn macht.

      Jetzt bin ich verpflichtet Den Künstelern jegliche Art auch wenn ich Ihre Arbeit für schwachsinn halte zu finanzieren in den mitr jetzt noch ein kleiner Betrag für ein Festplatten kauf und vlt. in 5 Jahren der Betrag sich verdreifacht zu zahlen????

      Das kann es doch nicht sein oder??? Vor allem weil ich für meine Firma einen Server besitze mit 8 x 3 TB Platten, wo sich zu 100% Weder Filme, Bilder, Musik von irgendwelchen Künsterln befindet!!!

      Also was soll das ich überlege mir jetzt um ehrlich zu sein mir Musik bei Torrent und co runterzuladen da ich ja bereits dafür bezahlt habe oder irre ich mich????

      Einerseits zahle ich strafe für was das ich noch gar nicht getan habe, aber andererseits sollte ich es tun für was ich bereits “strafe” bezahle bekommi ch noch mehr Ärger?!?

      Also was ist nun los, im übrigens ich verlange das Sie nun jeden Monat 200 € an den Vaterstaat übergeben weil Sie haben sicherlich ein Auto wo Sie sich nicht immer an die Verkerhsvorschrift halten, bzw. Fahrrad oder Sie gehen auch zu Fuß mal über eine Rote Kreuzung.

      Und an die Künstler kann ich nur sagen: Gehts Arbeiten, verschärfts von mir aus den Kopierschutz etc.. aber lasst euch nicht von uns Bürger aushalten, weil zu 90% was Ihr veranstalltet ist keine Kunst sondern nur ein Schlechter Albtraum.

      Ein sehr verärgerter Mitmench

  7. Peter Paul Skrepek 13. Oktober 2012 in 12:10 #

    @Erich Kdolsky
    Falls Sie das Video auf DVD an die Eltern verschenken, ist das im Rahmen der Privatkopie legal. Die Aufnahmen im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, ist allerdings an eine Freigabe durch alle Inhaber der betreffenden Rechte gebunden. Ohne diese Freigabe könnten Sie Probleme bekommen. Ich hoffe, Ihre Frage ist damit beantwortet,
    mit freundlichen Grüßen
    Peter Paul Skrepek

  8. Neix 14. Oktober 2012 in 12:18 #

    Ewig Gestrige !!! Mache verstehen echt nicht dass eine Festplattenabgabe nicht die Rechte von Künstlern in Zeiten der medialen Revolution dauerhaft stärken kann. Vielmehr müssen gemeinsam weltweit neue Strukturen dafür geschaffen werden und nicht von ein paar ausgefressenen möchte-gern Bürokraften aus Österreich. Eine Veränderung und Öffnung ist nicht mehr zu verhindern. Die Art der neuen Medien allein bedingt diese Veränderung. Die Frage bzw. Aufgabe ist es wie wir in Zukunft den Künstlern Respekt und Lebensunterhalt für Ihre Arbeiten zukommen lassen können. Das ist eine Herausforderung für die gesamte Menschheit (die künstlerische Werke in vielen Formen schätzt ohne sich dieser meist bewusst zu sein) ohne dabei andere zu diskriminieren oder abzuzocken. Solche zum Beispiel die Festplatten für keine “raubkopierten” Kunstwerke verwenden – und die sind Viele.

  9. Sunny 17. Oktober 2012 in 09:27 #

    Hallo

    hier ein Beispiel, wie man ohne Abzocke, ohne Produzent und sonstigen “Mitnaschern” erfolgreich sein kann und seine Werke auch noch freiwillig GRATIS auf Youtube stellt :)
    Jeder der will, kann sich eine CD kaufen und das funktioniert auch.

    http://www.youtube.com/results?search_query=gasmac+gilmore&oq=gasmac+gilmore&gs_l=youtube.1.0.0l10.942.2632.0.4004.14.7.0.7.7.0.146.709.1j6.7.0…0.0…1ac.1.L0gLig7Brqg

    So und warum sollte ich jetzt Festplattenabgabe bezahlen wenn ich nur Musik konsumiere die dafür vorgesehen ist, sie auch kostenfrei zu konsumieren?!

    Lasst euch mal was Besseres einfallen, und bitte BITTE stellt nicht ständig alle “Künstler” so hin als wären sie für die Abgabe, da gibt es nämlich auch Viele die dagegen sind (schon allein, wie oben bereits erwähnt, sowieso unsicher ist, wieviel davon bei ihnen ankommt).

    Wie wäre es z.B. wenn man statt dessen den “Beruf” Künstler arbeitsrechtlich besser absichert?

    lG Sunny

    • Sunny 17. Oktober 2012 in 14:55 #

      und interessant finde ich auch, dass diese Seite/der Protest von einer Lobbying Group organisiert wird
      siehe Impressum –> The Skills Group GmbH, Organisationsbüro „Kunst hat Recht. –> http://www.skills.at/?language_name=deutsch&i_ca_id=187

      ?? Künstler leisten sich also Lobbyisten ?!
      lG Sunny

      • Admin 18. Oktober 2012 in 15:06 #

        Die Initiative Kunst hat Recht. bedient sich für die professionelle Umsetzung der Medienarbeit auch externer Experten, so wie das die meisten erfolgreichen Organisationen und Unternehmen tun.

  10. p3k 17. Oktober 2012 in 10:35 #

    Study finds pirates spend 30% more on music than non-sharers

    http://blogs.independent.co.uk/2012/10/17/study-finds-pirates-spend-30-more-on-music-than-non-sharers/

    Viel Spaß noch beim ins Protestmarsch “Kunst schießt sich mit Recht ins eigene Knie”.

  11. Paul 17. Oktober 2012 in 11:33 #

    Warum soll ich für etwas zahlen, das ich nicht konsumieren möchte. Ich kaufe mehrmals Festplatten zur Speicherung von selbst erstellten Daten und Betriebsdaten, warum soll ich darauf eine Künstlerabgabe zahlen?

    Künstlerabgabe für Festplatten, wo Datenbanken und ähnliches drauf sind.

    Da haben die Künstler wirklich einen “Pascher” im Hirn.

  12. Thomas 17. Oktober 2012 in 16:05 #

    Recht so: Kunst muss ein knappes Gut bleiben.

  13. pujakascha 17. Oktober 2012 in 19:16 #

    http://www.thepiratebay.se – sharing is caring :)

    (selbst schuld!)

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